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Birkenkraft für Kopfhaut und Haare

Birkenblätter2 Handvoll frische Birkenblätter

1 EL frische Brennnesselwurzeln

2 EL frische Brennnesselblätter

1/2 EL Rosmarin (frisch)

in ein Schraubdeckelglas geben, mit 0,7L Doppelkorn übergießen, 3 Wochen stehen lassen, absieben und vor Gebrauch zur Hälfte mit Wasser verdünnen. Täglich in die Kopfhaut einmassieren.



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Die alten Germanen zapften im Frühling Birkenstämme an, um Birkensaft zu gewinnen. Birkensaft galt nicht nur als Schönheitstrank, sondern auch als Mittel gegen Impotenz. Die moderne Wissenschaft hat die Inhaltsstoffe von Birkensaft erforscht: Invertzucker, organische Säuren, Salze, Eiweißstoffe, pflanzliche Wuchsstoffe. Verwendet wird er heute vor allem in Haarwasser oder Shampoo und als Tonikum für die Kopfhaut. Birkenrinde enthält zudem ein Harz, das Betulin, das der Birkenrinde ihre Widerstandskraft verleiht - achten Sie einmal bei einer alten Birke darauf: das innere Holz vermodert viel schneller als die Rinde. Die Wirkung von Betulin bzw. Betulinsäure aus der Birkenrinde wird in der Krebsforschung derzeit intensiv untersucht.

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Tipps zum Sammeln

Die jungen Birkenblätter können Sie an den ersten Frühlingstagen ernten. Die kleinen, noch ein bisschen klebrigen Blätter streifen Sie einfach von den Ästen herunter. Sie wachsen zu diesem Zeitpunkt noch nach, können sogar noch ein zweites Mal geerntet werden. Am besten ist es, sie frisch zu verwenden.
Die ganz jungen Blätter können Sie auch einfach aufs Butter- oder Käsebrot legen.
Für den Jahresvorrat können die schon festeren Blätter bis Ende Juni gesammelt und auf einem Leintuch getrocknet werden.

Birkenrinde

Birkenrinde enthält zudem ein Harz, das Betulin, das der Birkenrinde ihre Widerstandskraft verleiht - achten Sie einmal bei einer alten Birke darauf: das innere Holz vermodert viel schneller als die Rinde.
Die Wirkung von Betulin bzw. Betulinsäure aus der Birkenrinde wird in der Krebsforschung derzeit intensiv untersucht.

Birkenkur

Für den "innerlichen Frühjahrsputz" empfiehlt sich eine Birken-Kur. Wässrige Auszüge, wie Tee oder Elixier, haben gegenüber alkoholischen Extrakten, wie z.B. Tinktur oder Tropfen, die bessere Wirkung!
Birkenelixier ist erhältlich in Apotheken, Naturkosthandel und Reformhäusern. Der Preis für 200 ml liegt bei etwa 7,- Euro. Getrocknete Birkenblätter für Tee sind in Apotheken oder im Kräuterfachhandel erhältlich, frische Birkenblätter können Sie im Frühling selbst ernten. Birke2

Birkentee - für den Frühjahrsputz!

Zwei Esslöffel frische, junge Blätter pro Liter mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.
Trinken Sie für eine Frühjahrs-Kur zwei Liter pro Tag über mindestens drei Wochen.
Eine Trink-Kur über mehrere Monate kann Nieren- und Blasensteine auflösen.
Sie sollten deshalb bei bestehenden Nierenerkrankungen Rücksprache mit Ihrer behandelnden Ärztin nehmen.

Nierenbaum

Legen Sie im Frühjahr - in einer möglichst ruhigen Umgebung - einmal Ihr Ohr an einen Birkenstamm: die Rinde wird Ihnen samtweich vorkommen und Sie werden ein erstaunliches Rauschen vernehmen! Rund 70 Liter Flüssigkeit transportiert eine Birke im Frühling jeden Tag von der Wurzel in die Baumkrone, damit die Zweige Blätter und Blüten treiben können. Über die Blätter wird das Wasser auch wieder abgegeben, weshalb es an heißen Sommertagen angenehm ist, im Schatten und in der "Verdunstungskühle" einer Birke zu rasten. Die besondere Beziehung der Birke zum Wasser und zum menschlichen Wasserhaushalt wurde schon früh erkannt.
Deswegen wurde die Birke auch "Nierenbaum" genannt. Birkenblätter sind das sanfteste Durchspülungsmittel für die Niere, das wir kennen. Das liegt an der Komposition ihrer Inhaltsstoffe. Die Blätter enthalten Flavonoide, Salicylsäureverbindungen, Gerbstoffe, Vitamin C und Saponine. Birkenblätter regen die Nieren zu stärkerer Tätigkeit an und damit werden Blase und Harnwege gründlich durchgespült. Die Harnmenge erhöht sich dazu bis zu 15% und mehr. Birkenblätter helfen so Ödeme und Wasseransammlungen im Körper auszuschwemmen. Die Birke ist sowohl die passende Heilpflanze bei bereits bestehenden Nierenproblemen, auch bei chronischen Blasenkatarrhen, als auch zur Vorbeugung, denn sie unterstützt die natürliche Entwässerung - wichtig für’s Wohlbefinden!

Birke bei Hautproblemen

Eine alte Ärzteweisheit besagt: "Die Haut ist die dritte Niere". Dahinter steht die Erkenntnis, dass der Körper alles, was er nicht über die Nieren ausscheiden kann, versucht über die Haut los zu werden. Das führt zu Pickeln, Pusteln, Eiterungen und Entzündungen. Bei Problemen solcher Art ist es immer wichtig, die Trinkmenge zu erhöhen und die Funktion der Nieren anzuregen.
Auch bei Hautproblemen wie trockenen Ekzemen, Schuppenflechte oder juckender, trockener Haut ist eine Frühjahrs-Kur mit Birkenblättern geeignet. Trinken Sie dazu für 3 bis 4 Wochen täglich etwa 1 Liter Birken-Tee.
Birkentee können Sie auch äußerlich anwenden: als Gesichtswasser oder Kompresse ist er bei Hautunreinheiten und schlecht heilenden Wunden hilfreich.
Und wenn Sie Ihren Haaren natürliche Frühlingsfrische und Glanz verleihen wollen, spülen Sie nach der Wäsche Ihre Haare mit dem Rest des Birkenblättertees nach. Massieren sie ihn gut in die Kopfhaut ein, das verbessert die Durchblutung des Haarbodens und regt somit das Haarwachstum an.

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Birke bei Rheuma und Gicht

Die durchspülende Wirkung von Birkenblättertee bringt unseren Stoffwechsel in Fluss und lindert alle Erkrankungen, die mit Stoffwechselablagerungen einhergehen. Dazu zählen schmerzhafte Ablagerungen besonders in den Gelenken wie zum Beispiel bei Rheuma und Gicht.

Rezept Birken-Öl

Bei diesen Erkrankungen können auch äußerliche Anwendungen mit Birke schmerzlindernd und abschwellend wirken. Reiben Sie die schmerzenden Stellen mit Birkenöl ein. Entweder Sie kaufen ein fertiges in der Apotheke oder dem Reformhaus oder Sie setzen selbst eins an:
Eine Hand voll frischer Birkenknospen (vom Frühlingsspaziergang)und eine Hand voll getrockneter Arnikablüten (aus der Apotheke) werden in einem Schraubdeckelglas mit Mandelöl (oder kalt gepresstem Olivenöl) übergossen, so dass die Pflanzenteile gut bedeckt sind. Lassen Sie diesen Ansatz drei Wochen bei Zimmertemperatur stehen und schütteln täglich um. Danach sieben Sie ab und bewahren das fertige Öl am besten in einer dunklen Flasche auf. Massieren Sie damit regelmäßig Ihre schmerzenden Gelenke. Und trinken Sie dazu reichlich Birkenblättertee!
Mit diesem Öl können Sie außerdem Hautstellen pflegen, die rau und rissig sind. Es unterstützt den Reinigungs- und Heilungsprozess. Birkenknospen wirken dem Entzündungsvorgang entgegen und entstauen das Gewebe. Auch die Arnikablüten wirken entzündungshemmend, schmerzlindernd und fördern die Durchblutung. In ihrer Wirkung ergänzen und verstärken sie sich wunderbar.

Oder bereiten Sie sich ein Anti-Rheumabad zu - das wirkt wie ein Jungbrunnen!
Füllen Sie einen großen Topf (etwa 5 Liter) etwa zur Hälfte mit frischen Birkenblättern, mit Wasser übergießen und über Nacht stehen lassen, am nächsten Tag erwärmen - dann gehen mehr Wirkstoffe in den sogenannten Absud über, absieben und ins Badewasser geben.
Bei einem warmen Bad wird die Entschlackung über die gesamte Oberfläche der Haut angeregt. Beenden Sie das Bad nach 20 Minuten, hüllen Sie sich in ein großes Badetuch, aber nicht abtrocknen, anschließend 1 Stunde ruhen.