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Wertvolle Bitterstoffe

TausendgüldenkrautBitterstoffe sind außerordentlich wichtig für die Gesundheit. Sie verbessern die Verdauung und regen Produktion und Fluss von Speichel, Magen-, Galle- und Bauchspeicheldrüsensaft an. Bitterstoffe entsäuern und bringen Antrieb, Schwung und Vitalität. Sie sorgen für eine gesunde Darmflora und steigern die Abwehrkräfte. Außerdem stärken sie Herz und Kreislauf, fördern die Durchblutung der inneren Organe, halten die Blutgefäße flexibel und verbessern Gehirnfunktion und Nerven. Obendrein regulieren sie den Appetit und sind ein natürlicher Appetitzügler. Sie sorgen dafür, dass wir nicht mehr essen als wir verdauen können und regulieren auch den Heißhunger auf Süßes.

 

Wer regelmäßig Bitterstoffe zu sich nimmt, wird sich aktiv fühlen und voller Tatendrang sein. Thymian
Planen Sie einen Zwischengang mit Bitterstoffen für das Weihnachtsessen ein – dann kommt es gar nicht erst zu Völlegefühl, verdorbenem Magen, Blähungen oder Krämpfen im Magen-Darmtrakt.



Machen Sie Ihre eigene Bittermischung aus Heilkräutern:

Mischen Sie (in getrockneter Form) 15 g Thymian (hilft bei Magendrücken, Völlegefühl und Reizdarm) mit 15 g Tausendgüldenkraut und 20g Löwenzahnwurzel (beide sind voll von allen guten Wirkungen der Bitterstoffe) und mit 20g Schafgarbe.

Diese Mischung können Sie gleich dreimal verwenden: 

  1. Kochen Sie bei Bedarf einen Tee. Übergießen Sie 1 gestrichenen TL der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser und lassenSchafgarbe 5 Minuten zugedeckt ziehen. Die Bitterstoffe werden sehr schnell auch über die Mundschleimhaut aufgenommen.
  2. Setzen Sie damit einen Arzneiwein an. Nehmen Sie 10 g der obigen Mischung und übergießen sie in einem Schraubdeckelglas mit 0,7 Liter Weiß- oder Rotwein. Zerdrücken Sie 1-2 Kardamomkapseln im Mörser und geben sie zu dem Ansatz. Schütteln Sie vorsichtig um, lassen 3-4 Tage stehen und filtrieren dann durch einen Kaffeefilter ab. Bei Bedarf können Sie mit 1 Löffel Honig süßen. Trinken Sie ein Schnapsgläschen voll als Verdauungshilfe vor oder nach dem Essen.
  3. Stellen Sie Ihre eigene Bittertinktur her. Nehmen Sie wieder 10 g der obigen Mischung und übergießen sie in einem LöwenzahnSchraubdeckelglas mit 0,7 Liter Doppelkorn oder Obstschnaps. Schütteln Sie vorsichtig und regelmäßig um, lassen den Ansatz etwa 4 Wochen lang stehen und filtrieren dann durch einen Kaffeefilter ab. Füllen Sie diese Tinktur in kleine Tropffläschchen und nehmen davon vor dem Essen 15-20 Tropfen. Es hat sich sehr bewährt, abends vorm Einschlafen etwa 20 Tropfen in einem Glas Wasser einzunehmen. Das unterstützt die Leber bei ihrer nächtlichen Aufräumarbeit.


Kardamom ist ein Gewürz aus den Tropfen und verwandt mit dem Ingwer. Er fördert ganz allgemein die Verdauung. Das Gewürz stärkt den Magen, fördert die Verdauung, vertreibt Blähungen, beseitigt Mundgeruch und wirkt obendrein wie ein Gehirntonikum, das wach und munter macht.

Bittere Tees

Trinken Sie bei „Bauchdrücken“ immer wieder auch andere Tees aus Pflanzen mit Bitterstoffen: Löwenzahn, Wegwarte, Schafgarbe, Engelwurz, Enzian, (1 TL auf 250 ml kochendes Wasser, 5 Minuten ziehen lassen). Auch Wermut bringt mit seinen Bitterstoffen Leben in die Verdauungsorgane. Bereiten Sie sich aus Wermut (egal ob frisch oder getrocknet) einen sehr dünnen Tee zu, indem Sie nur wenige Blättchen pro Tasse mit heißem Wasser übergießen und nur 1 Minute ziehen lassen. Dann schmecken Sie nicht nur das Bittere, sondern auch das feine Wermut- Aroma. Wermut aktiviert obendrein das Gedächtnis.

 

Noch mehr Bitteres

Auszüge aus Artischocken gibt es als alkoholfreie Aperitifs im Handel.

Chicoree, Radicchio und Rucola geben den Salaten einen kräftigen Geschmack.

Beifuss würzt die Weihnachtsgans und hilft bei der Fettverdauung.Salbei

Kauen Sie direkt nach dem Essen, wenn Sie das Gefühl haben „nichts geht mehr“, ein frisches Salbeiblatt. Das reinigt die Mundhöhle, hilft verdauen, unterstützt die Leber – und macht wach.

Trinken Sie statt eines „Schnäpschens“ lieber Kaffee oder Espresso – die enthalten Bitterstoffe und Koffein – und regen die Verdauung an.


Gegenanzeigen: Bitterstoffe sollten Sie nicht anwenden bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren, Durchfall und Darmverschluss.

 


Den Spaziergang an der frischen Luft nicht vergessen…

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