| Ginseng und Jiaogulan | | Drucken | |
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aus dem Inhalt: (einfach anklicken) Ginseng Bedeutung von "Ginseng" Ginsengkur Jiaogulan - Gymnosemma pentaphyllum Wie wenden Sie Jiaogulan an? Und hier der "wissenschaftliche" Hintergrund: Ginseng – Panax ginseng – ist ein
Der Name Panax ginseng bedeutet: Allheilmittel, dessen Wurzel die Form eines Menschen hat – also ein Allheilmittel für Menschen ist. Ginseng ist ein so genanntes "Adaptogen" – adaptare bedeutet anpassen. Ginseng passt sich den Bedürfnissen des einzelnen Menschen an. Wenn jemand angespannt ist, nervös und unter Druck steht, beruhigt Ginseng und steigert gleichzeitig die Leistungsfähigkeit. Ist jemand erschöpft und antriebslos, bringt Ginseng Erholung und neue Energien. Ist der Blutdruck zu hoch oder zu niedrig, so korrigiert Ginseng diesen Wert auf die goldene Mitte. Bei einem Menschen ohne Blutdruckprobleme bleibt eine solche Wirkung aus. Ähnliches geschieht mit dem Blutzucker – leichte Schwankungen werden vom Ginseng ausgeglichen. Ginseng stabilisiert die Herzkraft und hält die Gefäße flexibel. Er hilft dem Organismus, sich auf die jeweilige Situation in seiner Umgebung anzupassen und gesund zu bleiben. Gleichzeitig hat Ginseng Radikalfängereigenschaften, das heißt, dass er den Körper vor schädigenden Umwelteinflüssen schützt und das ist wichtig um Alterserscheinungen vorzubeugen. Der Name des Ginseng "Pflanze des ewigen Lebens", verspricht einen goldenen und unbeschwerten Lebensabend. Ausprobieren! Es gibt Hunderte von Untersuchungen, die die Wirksamkeit des Ginsengs bestätigen. Etwa 150 verschiedene Inhaltsstoffe und ihre Gesamtkomposition sind für diese einmalige Ginsengwirkung verantwortlich. Wichtigste Bestanteile sind die so genannten Ginsenoside. Das sind Saponine, die in den Pflanzen gebildet werden um sich gegen Infektionen und Schädlinge zu schützen. br> Außerdem sind enthalten: Mineralstoffe wie Natrium und Magnesium, Kalium und Kalzium; Spurenelemente wie Selen und Eisen, Mangan und Zink, Molybdän, Vanadium und Germanium – und noch mehr. B-Vitamine einschließlich B12, wertvolle Aminosäuren, ätherisches Öl, Fette und Zucker runden das Bild ab. Ginseng ist keine Arznei gegen bestimmte Leiden, sondern eine Pflanze für Gesunde. Mittlerweile gibt es sehr guten Ginseng aus heimischem Anabau (in der Lüneburger Heide). Dieser ist mit Sicherheit nicht so belastet mit Schadstoffen und Pestiziden wie chinesischer oder auch amerikanischer. Jiaogulan - Gymnosemma pentaphyllum Eine andere "Pflanze für Gesunde" macht seit einigen Jahren bei uns "Karriere": sie heißt Jiaogulan - das bedeutet "sich schlängelnde Rankorchidee". Heimisch ist sie in den Bergregionen im Südosten Chinas. Dort trinken die Menschen den Tee zur Anregung, vor und nach der Arbeit, um die Müdigkeit zu vertreiben und um die Gesundheit zu unterstützen. In dieser Gegend leben überdurchschnittlich viele Menschen, die gesund über 100 Jahre alt wurden. Obwohl Jiaogulan botanisch zu einer ganz anderen Pflanzenfamilie (der Kürbisfamilie) gehört wie der Ginseng, enthält sie die gleichen Inhaltsstoffe. Diese Saponine heißen hier Gypenoside. Und es sind etwa drei Mal so viel Saponine darin enthalten wie im Ginseng. Sie sind für die wohltuende Wirkung verantwortlich. Diese Saponine werden im Körper unter anderem bei der Hormonsynthese gebraucht. Und da werden sie besonders im weiblichen Körper gebraucht. Deswegen wird Jiaogulan auch „Frauenginseng“ genannt. Anders als Ginseng kann jeder Jiaogulan selber im Blumentopf oder im Garten ziehen. Die Pflanze bildet kleine zarte Ranken aus, die sich an Stöckchen festhalten, oder sie kriecht auch am Boden entlang. Sie wächst sehr schnell, manchmal sogar einige Zentimeter über Nacht. Sie ist winterhart - auch bei uns. Im Herbst zieht die Pflanze ihre Blätter ein und treibt im nächsten Frühjahr aus ihrem Wurzelstock wieder aus. Sie kann auch im Gewächshaus oder im Wohnzimmer überwintern – dann wächst sie das ganze Jahr über. Durch Stecklinge lässt sie sich relativ einfach vermehren. Sie können die Blätter einfach abpflücken und genüsslich zerkauen. Der Geschmack ist dem der Ginsengwurzel ähnlich: eine Mischung aus süß und bitter und ein bisschen nach Lakritze. Jeder Mensch nimmt diesen Geschmack anders wahr: je nachdem ob er/sie eher die bittere oder die süße Wirkung braucht. Auch Salate können mit den frischen Blättern um diese besondere Geschmacksnote bereichert werden. Oder Sie legen die frischen Blätter direkt auf ein Butterbrot. Ein Tee schmeckt sehr fein. Geben Sie einen Liter kochendes Wasser in eine Teekanne, lassen es eine Minute abkühlen und geben dann wenig frische oder getrocknete Blätter hinzu. Etwa 3 Minuten ziehen lassen. Im Sommer können Sie den Tee auch gut gekühlt trinken, im Winter geben Sie noch eine Scheibe frischen Ingwer hinzu. Einige frisch gepflügte Brennnesselblätter intensivieren diesen Geschmack.
Und hier der "wissenschaftliche" Hintergrund: Die Jiaogulan-Forscher an der japanischen Ehime-Universität, den Medizinischen Hochschulen in Guiyang und Hengyang, der Universität für Traditionelle Chinesische Medizin von Shanghai und der Loma-Linda-Universität in Kalifornien bescheinigen der Regenwaldpflanze: Jiaogulan verbessert die Nährstoff-Versorgung aller inneren Organe und die Herzleistung und damit allgemein die Blutzirkulation. Es beeinflusst das Hormonsystem positiv und reguliert das zentrale Nervensystem. Insbesondere bei Stresssituationen kann die Pflanze Entgleisungen des Organismus und sexuelle Störungen wieder harmonisieren.
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