| Frühjahrskräuter (ARD-Buffet) | | Drucken | |
![]() Der Giersch (Aegopodium podagraria) wuchert besonders hartnäckig und bringt so manchen Gärtner zur Verzweiflung. Doch betrachten wir Giersch einfach als delikates, regelmäßig nachwachsendes Bio-Gemüse – und ernten ihn ab! Er enthält viel Vitamin C und Mineralstoffe wie Eisen, Kupfer und Mangan. Sein botanischer Name verrät noch mehr: Podagra ist ein alter Name für Gicht. Giersch vertreibt das „Zipperlein“, denn er entsäuert den Körper. Zerquetschte Blätter eignen sich als Umschläge auf schmerzenden Gelenken, auch ein Absud aus den Blättern hilft als Badezusatz bei Rheuma, Gicht oder Krampfadern.Rezept Badezusatz 2 große Hände voll Gierschblätter übergießen mit 2 Liter kochendem Wasser, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann ins Badewasser geben. Die leckerste Möglichkeit, in den Genuss der heilsamen Kräfte des Giersch zu kommen, ist, ihn in Olivenöl anzubraten und mit jungen Kartoffeln zusammen zu verspeisen. aus dem Inhalt: (einfach anklicken) Der Giersch Das Wiesenlabkraut (Galium aparine) ist eine schmackhafte Zutat im Frühlingssalat – oder einfach auf dem Butterbrot. Es regt die Nierentätigkeit an, wirkt entwässernd und somit gegen Ödeme, reinigt die Haut, schützt die Schleimhäute, fördert die Entschlackung über die Lymphe und fördert den Abbau von Schadstoffen aus dem Körper. Löwenzahn ist eine anerkannte Heilpflanze von der Wurzel bis zur Blüte. Der französische Name „piss en lit“ weist deutlich auf seine entwässernde Wirkung hin. Er hilft gegen Entzündungen der Harnwege, Blähungen und bei Nierengrieß. Außerdem regt Löwenzahn den Gallenfluss an, sollte deshalb aber Gallensteinen mit Vorsicht genossen werden. Brennnessel - Urtica dioica und Urtica urens Die Brennnessel regt Blase und Niere an, ebenso die Tätigkeit der Verdauungsorgane. Die Brennnessel ist besonders angezeigt bei Rheuma und Gicht, sowie bei Nesselfieber, bei Entzündungen der Harnorgane ebenso wie bei Nieren- und Blasensteinen, denn sie fördert die Harnsäureausscheidung. Birke - Betula verrucosa und pubescens (Hängebirke und Moorbirke) Gebräuchlich ist die Verwendung von Birkenblättern. Sie wirken harntreibend, harndesinfizierend, stoffwechselanregend, entwässernd, entgiftend, nierenanregend und sogar haarwuchsanregend. Frühlings-Kräuter konservieren als aromatischer und heilkräftiger Pesto! Je nach Wahl der Wildkräuter schmeckt es jedes Mal anders. Verwenden können sie Gundelrebe, Giersch, Sauerampfer, Labkraut, Kerbel, Liebstöckel, Löwenzahnblätter, Brennnessel. 120 g frische Wildkräuter vorsichtig waschen, trocken tupfen und grob zerkleinern. Zusammen mit 40 g gerösteten Sonnenblumenkernen, einigen Spritzern Zitronensaft, 150 ml Olivenöl und 40g frisch geriebenem Peccorino im Mixer zerkleinern bis eine homogene grüne Soße entsteht. In kleine Gläser abfüllen und kühl aufbewahren. Ein vitalisierender Genuss zu Pasta oder Aufläufen. Wildkräutertee – Frühjahrs-Kur für die Haut Frühlingskräuter beleben ermüdete Haut und schützen gegen Schäden durch Umweltgifte. Sie regenerieren die Haut von innen heraus und helfen auch bei trockener Haut, Ekzemen und Neurodermitis. Rezept "Wiesenbowle" - nicht-alkoholisch In 1 Liter Apfelsaft hängen wir ein Kräutersträußchen aus Giersch, Gundelrebe, Gänseblümchen und Labkraut ....oder auch andere aromatische Kräuter, die Garten oder Wiese gerade hergeben. Ein Schuss Zitronensaft verfeinert das Aroma. Das Ganze sollte 4 bis 5 Stunden ziehen. Dann werden die Kräuter herausgenommen und die Bowle mit Mineralwasser aufgegossen. Zur Dekoration einfach einige frische Blüten darin schwimmen lassen!
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