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Ackerschachtelhalm – Equisetum arvense

Ackerschachtelhalm
Der Acker-Schachtelhalm ist eine der ältesten Pflanzen der Erde. Vor etwa 400 Millionen Jahren bedeckten Wälder aus Schachtelhalmen, Farnen und Bärlappgewächsen die Erdoberfläche. Damals waren sie mehr als 40 Meter hoch, heute messen sie etwa noch 40 cm. Die grünen Triebe, die aussehen wie kleine Tannenbäume, wachsen im Sommer und stecken voller Heilkräfte. Jetzt im Winter können Sie getrockneten Ackerschachtelhalm in der Apotheke kaufen. Vielleicht kennen Sie den Ackerschachtelhalm unter dem Namen Zinnkraut? So heißt er auch, weil er in alten Zeiten zum Putzen des Zinngeschirrs genutzt wurde.


Ackerschachtelhalm-Tee

Übergießen Sie 1 TL getrocknetes Ackerschachtelhalmkraut mit 500 ml Wasser, bringen alles langsam zum Kochen und lassen es etwa 15 MinutenVerzweigung vor sich hin köcheln. So lösen sich die Inhaltsstoffe heraus.

Ackerschachtelhalm enthält sehr viel Kieselsäure und wertvolle Mineralien wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Aluminium, Eisen und Mangan.

Ein Tee aus Ackerschachtelhalm kräftigt

  • Haut und Schleimhaut, hilft bei
  • Husten und Bronchitis sowie
  • Entzündungen der Nebenhöhlen.
  • Der Tee wirkt als „Gewebestraffer" bei schlaffem Bindegewebe, Blasenschwäche und Gebärmuttervorfall.
  • Bei Sodbrennen puffert er überschüssige Magensäure ab.
  • Bei Knochenbrüchen,
  • Problemen mit den Bandscheiben und
  • Entzündungen der Schleimbeutel beschleunigt er die Heilung.
  • Er aktiviert die Arbeit von Niere und Blase auch bei rheumatischen Erkrankungen.
  • Nebenbei hält er die Blutgefäße flexibel und stärkt das Gedächtnis.

Ackerschachtelhalmtee können Sie unbedenklich über längere Zeit trinken. 2 – 3 Tassen pro Tag sind ausreichend. Mit einem Tee aus 2 TL auf 500ml Wasser können Sie auch Umschläge, Kompressen, Sitzbäder oder Voll-Bäder machen.


Ackerschachtelhalm-Salbe

kräftigt die empfindliche Haut, hilft bei juckenden Ekzemen, schlecht heilenden Wunden und pflegt raue und trockene Haut. Auch als Nachtcreme ist sie wunderbar geeignet.

Für etwa 100 Gramm Salbe brauchen Sie:Salbe rühren

50 Gramm Eucerin anhydricum (aus der Apotheke)

40 ml Ackerschachtelhalmtee (etwa 10%ig, s.u.)

10 ml Blütenöl (zum Beispiel Johanniskrautöl)

einige Tropfen Duftöl Ihrer Wahl (z.B. Rosenöl, Orangenöl...)

Kochen Sie zunächst einen Tee aus 10 Gramm getrocknetem Ackerschachtelhalm in 100 ml Wasser vorsichtig 15 Minuten lang. Ersetzen Sie gegebenenfalls das verdunstende Wasser. Gleichzeitig schmelzen Sie in einem Wasserbad das Eucerin in einer Plastikschüssel. Mit einem kleinen Schneebesen rühren Sie 40 ml von dem noch heißen Schachtelhalmtee hinzu. Auch das Johanniskrautöl fügen Sie hinzu, nehmen die Schüssel aus dem Wasserbad und rühren so lange mit dem Schneebesen weiter, bis die Salbe erkaltet und fest wird. Kurz vorher geben Sie 5–10 Tropfen von Ihrem Lieblingsduft hinzu.

Streichen Sie die Salbe in schöne Gefäße, beschriften Sie sie und lagern Sie sie bis zum Gebrauch oder Verschenken an einem kühlen Ort.

 

Ackerschachtelhalm

 

Ein Tipp für Gärtner - Ackerschachtelhalm hilft bei Pilzbefall von Pflanzen.

Weichen Sie 100 Gramm getrockneten Ackerschachtelhalm in 5 Liter Wasser über Nacht ein  und kochen ihn dann 30 Minuten vorsichtig auf. Zur Vorbeugung von Pilzerkrankungen oder auch bei akutem Befall gießen oder spritzen Sie Ihre Garten- oder Topflanzen mit einer Verdünnung von 1Teil Brühe mit 9 Teilen Wasser. Die Pflanzen lagern die Kieselsäure in ihre Zellwände ein – die Schädlinge beißen sozusagen auf Sand, sie beißen sich die Zähne daran aus.

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