Genauso schnell und einfach wirken Rosen-Kompressen bei geschwollenen und gereizten Augen: legen Sie sich einfach frische Rosenblütenblätter als wohltuende Kompresse auf und lassen Sie so Ihre Augen 10 Minuten entspannen. Neben seinem entzündungshemmenden und abschwellenden Effekt, wirkt das ätherische Öl auch noch krampflösend und kräftigend. Es hilft bei Verdauungsstörungen, stärkt Herz und Kreislauf und wirkt beruhigend und ausgleichend auf's Gemüt. Bei nervösen Herzbeschwerden genügt es, einen Tropfen Rosenöl in der Herzgegend einzureiben und die harmonisierende, nervenstärkende Wirkung breitet sich aus. Sie können alle Rosen verwenden, die in Ihrem Garten wachsen und die einen schönen Duft haben. Wichtig dabei ist, dass die Rosen nicht gespritzt worden sind. Ernten sollte man die Rosenblüten kurz vor ihrer vollen Entfaltung: am besten früh morgens, wenn die Sonne noch nicht auf die Pflanzen scheint. Dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Ein ebenso leicht herstellbares und preiswertes Heilmittel ist Rosenblütentee. Rosenblüten-Tee Aus den Blütenblättern von 1 ungespritzen Rose - frisch oder getrocknet - bereiten Sie sich etwa einen Viertelliter Tee zu. Man gibt einen Viertelliter kochendes Wasser in eine leere (!) Teekanne und läßt es etwa 5 Minuten abkühlen. Dann kommen die Rosenblütenblätter hinein und s o f o r t wird auch der Deckel draufgelegt, damit die ätherischen Öle nicht entweichen. Die am Deckel hängenden Tropfen klopfen Sie vor dem Einschenken herunter, damit sie in die Flüssigkeit fallen. Bei Magenkrämpfen wirkt dieser Tee krampflösend und entspannend. Zur Entspannung dient Rosenblüten-Tee auch bei Menstruationsbeschwerden, an den "Tagen vor den Tagen", an denen die Nerven strapaziert sind und auch in den Wechseljahren ist Rosenblüten-Tee eine Wohltat. Rosenöl Das echte ätherische Rosenöl ist sehr teuer, 1 ml kostet zwischen 40,- und 80,- Mark. Das hängt mit seiner aufwendigen Herstellung zusammen: Für 1 Milliliter Rosenöl werden 3 - 5 Kilogramm Rosenblütenblätter benötigt, die gepflückt, destilliert und verpackt werden müssen. Rosenwasser Das Wasser, das nach der Wasserdampfdestillation zurückbleibt, ist das eigentliche "Rosenwasser", es wird auch als "Rosen-Hydrolat" bezeichnet. Diesem Rosenwasser dürfen keine Konservierungsstoffe zugesetzt werden, deswegen ist es etwa nur ein halbes Jahr haltbar. Rosenwasser ist ein Hausmittel, das gegen vielerlei Beschwerden hilft: 1. Bei entzündeter und geröteter Mundschleimhaut oder Aphten hilft eine Gurgellösung mit Rosenwasser. Dafür geben Sie 15-20 Tropfen Rosenwasser auf ein Glas Wasser. 2. Bei Ekzemen, Gürtelrose oder Herpesinfektionen wirken Rosenwasser-Kompressen oder Auflagen kühlend und beruhigend. Bei Herpes darf das ätherische Rosenöl ausnahmsweise direkt auf die Bläschen aufgetragen werden. 3. Umschläge und Brustwickel mit körperwarmem, etwa 10%igem Rosenwasser sind wunderbar beruhigend für Herz und Nerven. Die Herstellung von Rosenwasser ist so einfach, dass Sie es leicht selbst herstellen können, denn Sie brauchen dafür nicht mehr als 4 Hand voll ungespritzte Rosenblütenbätter und 1 halben Liter Wasser. Nehmen Sie die Hälfte der Rosenblüten und schneiden Sie die hellen Blütenböden ab, denn sie sind oft bitter. Geben Sie die Blütenblätter in einen Topf mit Deckel und übergießen Sie die Blätter mit handwarmem Wasser. Decken Sie den Topf zu und lassen ihn so 2 Tage lang stehen. Nach 2 Tagen sieben Sie das Rosenwasser ab, geben die 2. Hälfte der Rosenblütenblätter hinzu und lassen das Ganze weitere 2 Tage lang ziehen. Nach diesen 2 Tagen absieben und fertig ist das Rosenwasser. Sie können dies auch in Eiswürfelförmchen einfrieren. Rosengel Sie brauchen dafür: -1 gestrichenen Teelöffel voll Gelbildner. Gelbildner gibt es z.B. im Drogerie-oder Naturkostfachhandel(z.B. bei Spinnrad), 20 g für DM 4,95. - 80 ml Rosenwasser aus eigener Herstellung oder aus der Apotheke und - 8 ml 90%ig Alkohol, den gibt's in der Apotheke für etwa 5,50 Mark. Billiger wird's, wenn man sein eigenes Fläschchen zum Abfüllen mitbringt. - Nach Belieben: 1 - 2 Tropfen ätherisches Rosenöl Das Rosenwasser und den Alkohol in einen gläsernen Becher geben. Darauf vorsichtig den gestrichenen Teelöffel voll Gelbildner streuen. Mit einem kleinen Schneebesen solange mit einem kleinen Schneebesen sachte rühren, bis sich der Gelbildner gleichmäßig im Rosenwasser verteilt und gelöst hat. Für intensiveren Duft können Sie noch 1-2 Tropfen ätherisches Rosenöl hinzufügen. Normalerweise dauert das Rühren circa 3-5 Minuten. Das fertige Gel füllen Sie in kleine Glasgefäße, am besten mit Schraubdeckel, die lassen sich gut verschließen. Vermerken Sie auf dem Etikett das Herstellungsdatum, denn ohne Konservierungsmittel ist das Gel nur 1 halbes Jahr haltbar. Heben Sie es im Kühlschrank auf. Sie können dieses Gel gut verwenden bei Insektenstichen, zur Kühlung von Sonnenbrand oder bei kleineren Hautabschürfungen und auch bei Ekzemen. Es ist außerdem gut geeignet für eine erfrischende und straffende Gesichtsmaske. Ein schnelles Rezept mit Rosenöl: Rosen-Bademilch Bei einem Bad mit Rosenmilch werden die Rosendüfte über die Haut und die Nase gleichzeitig aufgenommen und sorgen für eine wunderbare Entspannung. Lassen Sie zuerst das Badewasser einlaufen, bevor sie Ihre Rosenmilch mischen. Sie brauchen: 4-5 Esslöffel Sahne, 3-5 Tropfen echtes ätherisches Rosenöl. Geben Sie die Sahne in ein Schälchen und tropfen Sie das ätherische Rosenöl dazu, gut durchrühren und in die mit warmem Wasser gefüllte Badewanne geben. Die Sahne dient als Lösungsvermittler, damit das ätherische Öl nicht nur auf der Wasseroberfläche schwimmt, sondern sich in der ganzen Wanne verteilt. Noch einfacher ist es, wenn sie frisch gepflückte Rosenblüten direkt auf dem Badewasser schwimmen lassen ....... ein Miniurlaub! Rosen-Potpourrie Eine einfache und preiswerte Möglichkeit, für längere Zeit in den Genuss des Rosenduftes zu kommen, ist ein Duft-Potpourri. Trocknen Sie die Blüten eines kostbaren Blumenstraußes oder sammeln Sie duftende Blüten und Kräuter und trocknen Sie sie sorgfältig auf einem Gitter oder ausgebreiteten Tüchern. Rosen- und auch Lavendelblüten behalten lange ihren Duft, auch Mädesüss, Maiglöckchen, Nelken, Pfingstrosen, Veilchen, Wicken und viele andere eignen sich. Wichtig ist es, ein Fixiermittel wie Iriswurzelpulver (aus der Apotheke - 50g kosten ca. 9DM) zu verwenden, denn es bindet die flüchtigen ätherischen Öle. Sie brauchen etwa 1 Esslöffel Pulver pro 1 Liter Duftmischung. Wenn Ihnen der Duft nicht intensiv genug ist, geben Sie wenige Tropfen eines echten ätherischen Öls hinzu. Diese Mischung geben Sie für 4-6 Wochen in eine gut verschlossene Dose und schütteln sie täglich, damit sich die Bestandteile gut vermischen. |