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aus dem Inhalt: (einfach anklicken) Der bittere Wermut hilft gegen Bitternis Der berühmte Schweizer Kräuterpfarrer Künzle (1857-1945) schrieb: "Ist einer grün wie ein Laubfrosch, mager wie eine Pappel, nimmt täglich ab an Gewicht und Humor und wirft keinen Schatten mehr, der probiere es mit einem Teelöffel voll Wermuttee alle 2 Stunden". Wer den Wermuttee so stark zubereitet, wie es allgemein empfohlen wird, wird ihn kaum ein zweites Mal gerne trinken. Wirkung - Wermut gegen Schwermut und schwer Verdauliches "Wermut ist für alles gut" sagt ein alter Volksspruch. Nehmen Sie je 1 Handvoll getrocknetes Wermutkraut, Angelikawurzel, Kalmuswurzel aus der Apotheke und eine Zimtstange, schneiden alles klein, geben es in ein Glas mit Schraubdeckel und übergießen das Ganze mit einem trockenen Weißwein bis das Glas voll ist.Gut verschließen und 2-3 Wochen unter gelegentlichem Umschütteln ziehen lassen. Dann absieben und in Tropffläschchen füllen. In niedriger Dosierung, 20 Tropfen, vor den Mahlzeiten nehmen. Wie alle bitteren Kräuter unterstützt Wermut die Leber in Ihrer Entgiftungsfunktion, regt den gesamten Stoffwechsel an und weckt die Lebensgeister. Wenn Sie ihn öfter trinken, werden Sie merken, dass Sie Schweres leichter verdauen können, auch im übertragenen Sinn, dass Sie mehr Schwung und Genussfreude bekommen. Bei kurmäßiger Anwendung über maximal 3 bis 4 Wochen pro Jahr in niedriger Dosierung genossen besteht kein Risiko von Nebenwirkungen. Schwangere sollten Wermuttee allerdings meiden. Hildegard von Bingen nannte Wermut den "wichtigsten Meister gegen alle Erschöpfungen" und Pfarrer Kneipp empfahl Wermut gegen alle Verdauungsprobleme und Ansteckungen. In Zeiten erhöhter Erkältungsgefahr können wir mit Wermut ein Luftdesinfektionsspray herstellen. Mit Wermut gewärmt durch den Winter Wermut wärmt, denn er fördert die Durchblutung. Innerlich angewendet führt das zu dem angenehm entspannenden Gefühl in der Magengegend, wenn der bittere Geschmack nachlässt. Auch äußerlich haben die Menschen früher diese durchwärmende Wirkung genutzt und Wermut gegen Frostbeulen eingesetzt. Dazu kommt es heute in unseren Breitengraden wohl kaum noch, aber kalte Füße sind ein Leiden, von dem viele ein Lied singen können. Deshalb hier ein ganz einfaches aber äußerst wirkungsvolles Rezept für wohlig warme Füße: Auch als Augenwasser leistet der Wermut gute Dienste. Dazu nehmen Sie Wattepads und tränken sie in kalten Wermuttee, der ruhig konzentrierter sein kann als der, den Sie trinken wollen. Nehmen Sie: Artemisia absinthum - " Die grüne Fee" und ihre Nebenwirkungen Den meisten Menschen dürfte Wermut nicht als Heilpflanze, sondern als Spirituose bekannt sein. In jüngster Zeit ist er wieder zum Modegetränk, zum Beispiel unter dem Namen "Grüne Fee", avanciert, aber das ist nicht ohne Nebenwirkung.... deshalb ein kurzer Rückblick auf die Geschichte des Absinth. Im 18. und 19. Jahrhunderts bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war besonders in Künstlerkreisen ein Getränk in Mode, das auch das "Gift der Grünen Stunde" genannt wurde. Sein offizieller Name: Absinth, abgeleitet von der botanischen Bezeichnung Artemisia absinthium für Wermut. Es war ein destillierter Schnaps aus Wermut, Anis und anderen grünen Kräutern. Berühmte Musiker und Maler haben Absinth als Rauschdroge getrunken. Manet und Gauguin gehörten ebenso dazu wie Oscar Wilde, Hemingway und Victor Hugo - sie alle haben dafür wohl einen grässlichen Kater in Kauf genommen! Picasso verdankt dem Getränk angeblich seine "blaue Periode" und das flimmernde Gelb in den Bilder von Van Gogh soll die Wahrnehmungsveränderungen durch Absinth gut wiedergeben. Doch viele Intellektuelle und Künstler wurden abhängig von Absinth und gingen daran zugrunde (Baudelaire, Rimbaud, Toulouse-Lautrec, Verlaine). Das im Absinth in hoher Konzentration enthaltene ätherische Öl des Wermut enthält einen giftigen Stoff, das Thujon, das bei dauerhaftem und hochprozentigem Genuss langsam aber sicher das Nervensystem zerstört. Es kommt zu Lähmungen, Krämpfen, Bewusstseinsstörungen und schließlich zu irreversiblen Gehirnschäden: dem "Absinthismus". Im wässrigen Auszug, also in Tee, sowie in Wein ist Thujon im Gegensatz zum hochprozentigen alkoholischen Auszug gar nicht oder nur in so geringen Mengen enthalten, dass es nicht gefährliche, sondern gesundheitsfördernde Wirkungen hat. Wie immer gilt: Die Dosis macht das Gift.
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